Wer steckt hinter „Eine Ode an das Leben“?

Über mich

Ich bin Karin Flückiger-Stern, 53 Jahre alt, glücklich verheiratet
und Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, ich lebe auf dem Land
und schätze die Nähe zur Natur und zu den Menschen. 

Menschen zu begegnen, ihnen zuzuhören und ihre Geschichten wahrzunehmen, begleiten mich schon seit vielen Jahren.

Mein beruflicher Weg begann als Damen- und Herrencoiffeuse. 
Auch heute arbeite ich noch stundenweise in diesem Beruf.
Als Berufsbildnerin durfte ich Menschen auf ihrem beruflichen
Weg begleiten.

Der Mensch steht für mich im Mittelpunkt.
Genau diese Haltung begleitet mich heute auch in meiner Arbeit als freie Trauerrednerin.

Wie ich Trauerrednerin wurde

Mein Weg zur Trauerrednerin begann schon vor vielen Jahren.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe früh erlebt, dass Sterben zum Leben gehört. Bei manchen Menschen aus meinem Umfeld war ich dabei, wenn sie im Kreis ihrer Familie eingeschlafen sind. Für mich war der Tod deshalb nie etwas, vor dem man einfach weglaufen musste.

Nach meiner Ausbildung zur Coiffeuse habe ich im Inselspital Menschen im Sterben ehrenamtlich begleitet. Später, durch meine Arbeit als Coiffeuse in einem Alters- und Pflegeheim, entstanden wiederum sehr persönliche Beziehungen zu Menschen. Wenn ich spüre, dass jemand in seine letzte Lebensphase kommt, besuche ich ihn – selbstverständlich immer nur, wenn es für die Angehörigen stimmt.

Gleichzeitig hat mich schon lange beschäftigt, dass bei manchen klassischen Abdankungen vor allem die Trauer im Mittelpunkt steht und dadurch manchmal erdrückend wirken kann. Der Tod gehört dazu – und kann nach einem langen und schweren Weg auch eine Erlösung sein – für den Menschen, der gegangen ist, und manchmal auch für seine Angehörigen.

Zu einem Abschied gehört für mich das ganze Leben eines Menschen – seine Geschichten, seine Eigenheiten, seine Beziehungen und die Erinnerungen, die bleiben.

Mein Leben erscheint mir rückblickend oft wie ein Leiterlispiel: Es gab steile Aufstiege, unerwartete Rückschläge und auf jedem einzelnen Feld haben sich Lebensspuren eingeprägt. Je näher ich dem Ziel komme, desto klarer wird der Blick auf den Sinn des gesamten Weges.

Diese Gedanken haben mich schliesslich dazu bewegt, den nächsten Schritt zu gehen. 2026 habe ich die Ausbildung zur zertifizierten freien Trauerrednerin bei der Feierredner-Akademie erfolgreich abgeschlossen.

Heute verbinde ich meine langjährige Erfahrung mit Menschen mit meiner Arbeit als freie Trauerrednerin.

Denn für mich beginnt ein Abschied nicht mit dem Tod.
Er beginnt damit, noch einmal auf die Lebensspuren zu schauen, die ein Mensch hinterlässt.